Darin finden Sie die mugs + tankards / Humpen + Henkelbecher
Kelche / goblets
Die Designentwicklung von Weinkelchen zwischen 1750 und 1850 zeigen die oben abgebildeten 4 Kelche von links nach rechts.
In den ersten Jahrzehnten dominierte die schlanke Kelchform. Um 1800 kam der Schoppen/ Römer dazu. Ab 1810 auch größere Kelche mit strengeren Formen und im Laufe des 19. JH die aufgrund der Form "Campana" genannten Prachtexemplare. Keines der Designs kam jemals aus der Mode und es ist reine Geschmacksache, für welche Sie sich entscheiden.
Die geplante Nutzung und das gewünschtes Fassungsvermögen spielen sicher auch eine Rolle.
Nicht ganz, aber fast ein Paar.
Weinkelche aus Sterling Silber.
Beide vor über 220 Jahren in London gefertigt (1810).
Der rechte (innen nicht vergoldete) Kelch mit Meistermarke von Wallis + Hayne. Der Kelch mit Innenvergoldung hat keine Meistermarke, aber natürlich alle anderen Punzen!
Stückpreis 895 €
13 cm hoch, 231 Gramm schwer und 350 ml Fassungsvermögen
13 cm hoch, 235 Gramm schwer und 350 ml Fassungsvermögen
1783 Patrick Roberts Edinburgh
ca. 14 cm hoch, 207 Gramm schwer und mit einem Fassungsvermögen von rund 250 ml.
Bei diesem Kelch können wir einen für die Zeit typischen Vorgang beobachten: Gefertigt wurde er 1783 in London. Dann hat Roberts ihn nach Schottland entführt, town mark, assay mark und makers mark "overstruck" (aber nicht den Jahresbuchstaben!) und dort verkauft. Das war legal und man findet das wahrscheinlich deshalb so oft, weil die schottischen Schmiede den Bedarf an Tafelsilber für den auch in Schottland zunehmenden Reichtum nicht decken konnten.
Familienzeichen und Motto für Robert Backie of Tankerness House in Orkney. Jackie war Parlamentsabgeordneter für Shetland und Orkney. Tankerness House ist heute das Orkney Museum.
950 €
1788 Edward Fernell London
ca. 16 cm hoch, 200 Gramm schwer und mit einem Fassungsvermögen von rund 300 ml.
895 €
Becher - tot cup / tumbler / beaker
Becher - also Trinkgefäße ohne Henkelgriff - gibt es in unterschiedlichen Größen.
Es beginnt bei den Pinnchen / tot cups und den kleinen (ca. 60 Gr.) Faustbechern / tumbler für die "Kurzen".
Die sehr seltenen größeren tumbler mit 100 bis 200 Gramm sind die perfekten Whisky-Becher. Die gerundete Form des Becherbodens sorgt dafür, dass der Becher auf einem schwankenden Schiff oder bei mäßigem Stoß nicht umkippt, sondern wieder ins Lot schaukelt.
Die heute meist gebräuchliche Becherform mit geraden Wänden (Foto rechtes Paar), gibt es schon seit Jahrhunderten. Exemplare aus dem 18. JH und früher sind nur sehr selten zu bekommen.
1979 Regent Silversmiths Birmingham
Die 4 Becher - jeweils knapp 7 cm hoch und mit einem Fassungsvermögen von je rund 100 ml - wiegen zusammen 217 Gramm.
In dem Etui aus Kalbsleder sind sie sicher verstaut für Picknik, Wanderung oder auf der Jagd.
Nur selten in Sterling Silber zu bekommen.
950 €
1766 James Jones I. London
6 cm hoch, 7.5 cm Durchmesser und zusammen 268 Gramm. Fassungsvermögen je 200 ml.
Diese sog, Tumbler (auch"Faustbecher" genannt) sind keine kleinen "Pinnchen", sondern vollwertige Whisky-Becher. Die meisten tumbler aus dem 18. JH sind kleiner und wiegen halb so viel.
Paare sind darüber hinaus extrem selten zu finden.
Seit über 250 Jahren zusammen und in Top-Zustand!
2350 €
Flachmänner / hip flask
Taschenflaschen gibt es zwischen 10 und 20 cm Höhe. Das sind große Unterschiede, auch beim Fassungsvermögen. Es kommt eben immer auf die Tasche an ...
Ich kaufe nur Exemplare mit abnehmbarem Becher.
Praktischer, hygienischer - und man sieht, was man trinkt.
Es erfordert ein kritisches Auge, um Flachmänner zu finden, die 100 oder 200 Jahre im Einsatz bei Jagden, Wanderungen und Kriegen ohne Schäden überstanden haben.
1906 William Hutton London
ca. 18 cm hoch und 250 ml Fassungsvermögen.
Großes Exemplar. Nur wenige Flachmänner mit Glaskolben und abnehmbarem, vergoldetem Trinkbecher haben in so gutem Zustand überlebt!
Solche Flachmänner haben 3 entscheidende Vorteile:
Man sieht immer, wieviel noch drin ist.
Man sieht, was drin ist!
Und man trinkt nicht direkt aus der Flasche, sondern aus dem abnehmbaren Silberbecher.
950 €
1824 John Reilly London
10 cm hoch, 126 Gramm schwer und mit einem Fassungsvermögen von 75 ml
Extrem seltenen Größe! 200 Jahre alt und in exzellentem Zustand.
Mit einem traditionellen Verschluss, der ohne Dichtungen dicht hält.
Dieser Flachmann passt wirklich in die Hosen- oder Jacketttasche.
Auf dem letzten Foto abgebildet mit einem größeren Flachmann, der parallel erhältlich ist.
995 €
Krüge und Kannen - jugs + ewer
Für Bier, Wein, Wasser oder Saft - der Einsatzbereich liegt bei Ihnen.
Wobei "Bierkanne" für uns heute vielleicht ein bisschen komisch klingt. "Bier" ist hier die Übersetzung von "Ale", einem damals dünnen, bierartigem Getränk mit wenig Alkohol, welches im 17. und 18. Jahrhundert anstatt dem oft unsauberen Wasser getrunken wurde.
Vor allem, wenn Sie aus dem Süddeutschen kommen, wird es Ihnen sinnlos erscheinen, eine Maß Bier erst in einen Literkrug aus Silber zu füllen. Bei Pimms sieht das schon anders aus ;-)
1773 Thomas Heming London
ca. 30 cm hoch, 783 Gramm und 3/4 Liter Fassungsvermögen
Eine fantastische Kanne für z.B. eine gute Flasche Wein.
Das Fußdesign gehört für mich zu den schönsten Errungenschaften des Adam Style. Ich hoffe, irgendwann einmal die ebenfalls seltenen Leuchter mit solchem Fuss erwerben zu können.
Thomas Heming war über 20 Jahre lang "Principal Goldsmith to King George III"
3500 €
1744 Henry Brind London
21 cm hoch (23 cm bis Griff) und 1012 Gramm schwer. Fassungsvermögen 1,5 Liter.
280 Jahre alter Klassiker.
Mit crest der Familie Kenney aus Irland, vermutlich für Rev. John Kenney (1739-1814), Vicar-General of Cork and Ross.
6750 €